Tyverb® (Lapatinib)
Der Partner bei der dualen Blockade
Tyverb®, ein kleines Molekül, wirkt als dualer Tyrosinkinaseinhibitor (gezielte Bindung an ErbB1 und HER2) im Inneren der Zelle.
Second-Line – Tyverb® + Capecitabin: Tyverb® ist in Kombination mit Capecitabin angezeigt zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, deren Tumoren ErbB2 (HEr2) überexprimieren.1
Entscheidungskriterien für Tyverb® + Capecitabin: • Progression unter Trastuzumab, • Resistenzen gegenüber Trastuzumab (keine Kreuzresistenz zwischen Lapatinib und Trastuzumab), • Verringerung des Risikos von ZNS-Metastasen als 1. Ort der Progression2, • kardiale Probleme.
In-vitro-Daten konnten darüber hinaus zeigen, dass Lapatinib zu einer Stabilisierung der HEr2-Moleküle an der Zelloberfläche führte. In der Folge verstärkte dieser Wirkmechanismus die Trastuzumab-vermittelte Zelltoxizität.3
Tyverb® bei Hirnmetastasen: Aufgrund der kleinen Molekülgröße kann Lapatinib im Gegensatz zu Antikörpern die Blut-Hirn-Schranke passieren. Bereits in der Zulassungsstudie von Cameron et al. zeigte sich, dass Lapatinib + Capecitabin eine Verringerung von ZNS-Metastasen als erstem Ort der Progression bewirkte.2 Darüber hinaus führte die Kombination zu einer
Verlängerung des Gesamtüberlebens nach Hirnmetastasen.4
First-Line – Tyverb® + Aromataseinhibitor: Tyverb® in Kombination mit einem Aromataseinhibitor ist angezeigt zur Behandlung von postmenopausalen Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem metastasierten Brustkrebs, deren Tumoren ErbB2 (HER2) überexprimieren und die derzeit nicht für eine Chemotherapie vorgesehen sind.3 Tyverb® + Letrozol verlängert Signifikant das progressionsfreie Überleben vs. Letrozol allein (8,2 vs. 3 Monate).5
Entscheidungskriterien für Tyverb® + AI:6 • langes krankheitsfreies Intervall (> 2 Jahre), • asymptomatisches Krankheitsbild, • isolierte Skelett- oder Weichteilmetastasen, • stabile Metastasierung, • langsame Progression, • Performance-Status, • Wunsch nach guter Verträglichkeit
Stärke/Darreichungsform: 250 mg Filmtabletten
Packungsgrößen: 84 Stück (First-Line), 70 Stück (Second-Line)
Dosierung: First-Line: 1 x 6 Tabl. tgl. (1.500 mg) + AI;
Second-Line: 1 x 5 Tabl. tgl. (1.250 mg) + Capecitabin
1 Fachinformation Tyverb®, Juni 2010; 2 Cameron D. et al, Breast Cancer Res Treat 2008; 112:533-543; 3 Scaltriti M. et al., Oncogene 2009; 28:803-814; 4 Metro G. et al., Annals of Oncology 2011; 22:625-630; 5 Johnston S., Pippen J. Jr., Pivot X. et al., J Clin Oncol 2009; 27:5538-46; 6 Steger G., Zielinski C. et al, Wien Klin Wochenschrift 2010; 122:368-379
Fachkurzinformation Tyverb®
Tyverb® 250 mg Filmtabletten.
Quantitative und qualitative Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält Lapatinibditosilat 1 H2O, entsprechend 250 mg Lapatinib; Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Povidon (K30), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Magnesiumstearat. Filmüberzug: Hypromellose, Titandioxid (E171), Macrogol 400, Polysorbat 80, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172), Eisen(III)-oxid (E172). Pharmakotherapeutische Gruppe: Proteinkinasehemmer, ATC-Code: L01XE07. Dieses Arzneimittel wurde unter besonderen Bedingungen zugelassen. Das bedeutet, dass weitere Nachweise für den Nutzen des Arzneimittels erwartet werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMEA) wird neue Informationen zum Arzneimittel jährlich bewerten und, falls erforderlich, wird die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels aktualisiert werden. Anwendungsgebiete: Tyverb® ist angezeigt zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, deren Tumore HER2 (ErbB2) überexprimieren: - in Kombination mit Capecitabin von Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasierter Erkrankung, die nach vorangegangener Therapie, die Anthrazykline und Taxane sowie in der metastasierten Situation Trastuzumab einschloss, progredient verläuft (siehe Fachinformation Abschnitt 5.1). - in Kombination mit einem Aromatase-Inhibitor bei postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positiver metastasierter Erkrankung, die derzeit nicht für eine Chemotherapie vorgesehen sind. Die Patientinnen in der Zulassungsstudie waren nicht mit Trastuzumab oder einem Aromatase-Inhibitor vorbehandelt (siehe Fachinformation Abschnitt 5.1). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Lesen Sie bitte die Angaben zu relevanten Gegenanzeigen und Sicherheitsinformationen in der Information zur Verschreibung zu Capecitabin, wenn Sie Lapatinib in Kombination mit Capecitabin anwenden.
Inhaber der Zulassung: Glaxo Group Limited, Berkeley Avenue, Greenford, Middlesex UB6 0NN, Vereinigtes Königreich.
Zulassungsnummern: EU/1/07/440/001-006.
Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.
Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation.


