Das klinische Bild eines Ovarialkarzinoms ist zu Beginn oft stumm, weshalb auch die Frühdiagnose zumeist als Zufallsbefund anzusehen ist. Erst ein großer Tumor kann durch die Verdrängung Probleme beim Stuhlgang im Sinne von wechselnder Obstipation und Durchfällen verursachen. Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Erschöpfungszustände und Zunahme des Bauchumfangs sind zumeist schon Symptome einer fortgeschrittenen Erkrankung. Mitunter kann auch ein Pleuraerguss mit Atemnot ein erstes Zeichen für ein Ovarialkarzinom sein. Die Tastuntersuchung und die Vaginosonographie ergeben zumeist die Verdachtsdiagnose auf einen suspekten Ovarialtumor, der durch teils zystische, teils solide Anteile zusammen mit dem vorhandenen Aszites ein klassisches Ultraschallbild zeigt. Es ist aber auch durchaus möglich, dass ein Ovarialkarzinom vergleichbar mit einem primären Peritonealkarzinom sonographisch so gut wie keinerlei Raumforderung im Bereich der Adnexen zeigt.

