Bezüglich unabhängiger Prognosefaktoren gibt es bislang keine geeignete Studie bzw. Metaanalyse. Weitgehend gesichert als unabhängige Prognosefaktoren sind Tumorstadium, Alter der Patientin und postoperativer Tumorrest nach Erstoperation. Bei muzinösem BTO gilt das Auftreten eines Pseudomyxoma peritonei als prognostisch ungünstig (Siriaunkul et al., 1995).
Die prognostische Relevanz von Lymphknotenmetastasen bei serösem BTO ist insoferne unklar, als zwar bei dieser Patientengruppe die Rezidivrate erhöht, die Gesamtüberlebensrate jedoch unverändert ist (Leake et al., 1991).
Weiters werden von einigen Autoren invasive Implantate als wichtige unabhängige Prognosefaktoren bezeichnet (Scully, 2002). Ebenso wird die DNA-Ploidie als Prognosefaktor genannt, deren tatsächliche Bedeutung jedoch bislang nicht restlos geklärt ist: im Gegensatz zum invasiven Ovarialkarzinom (65 %) finden sich beim BTO nur 5–14 % aneuploide Tumoren, welche allerdings mit einer deutlichen Verschlechterung hinsichtlich des Gesamtüberlebens einhergehen (Lai C. H. et al., 1996).
Insgesamt ist die Prognose des BTO als günstig einzustufen. Interessant ist jedoch die markante Reduktion der Überlebensraten über einen langjährigen Beobachtungszeitraum (Tab. 1).

