Manual der gynäkologischen Onkologie

IX. Vulvakarzinom

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9.5. Staging

    Das Staging des Vulvakarzinoms hat die Evaluierung der optimalen Therapie und der wichtigsten Prognosefaktoren zum Ziel. Dabei werden folgende klinisch pathologische Parameter erhoben: die Tumorgröße, die Invasionstiefe, der Befall von regionären Lymphknoten und das Vorhandensein von Fernmetastasen.
    Das Staging erfolgt entsprechend den 2009 neu erschienen Empfehlungen der Fédération Internationale de Gynécologie et d’Obstétrique (FIGO) (Pecorelli, 2009) und der 7. Auflage der TNM-Klassifikation der Union Internationale Contre le Cancer (UICC) und des American Joint Committee on Cancer (AJCC) (Edge et al., 2010). Seit 1988 erfolgt das Staging des Vulvakarzinoms chirurgisch und pathologisch (Hopkins et al., 1992). Die Bestimmung der Invasionstiefe und des inguinofemoralen Lymphknotenstatus sind maßgeblich für die Stadieneinteilung und somit für die weitere Therapieplanung und Prognose. Die Beurteilung der inguinofemoralen Lymphknoten sollte chirurgisch und histologisch erfolgen, da die klinische oder bildgebende Beurteilung zu ungenau ist, um eine sichere Dignitätsbestimmung durchführen zu können. So wurden in 16 bis 24 % der Patientinnen mit klinisch unauffälligen Lymphknoten okkulte Metastasen der inguinofemoralen Lymphknoten beschrieben (Gonzalez Bosquet et al., 2003)