Leiomyosarkome: Bezüglich der Diagnosestellung und damit des biologischen Verhaltens sind die Anzahl der Mitosen pro 10 Gesichtsfeldern mit hoher Vergrößerung (HPF) von zentraler Bedeutung. Tumoren mit weniger als 5 Mitosen/10 HPF sind als benigne anzusehen. Tumoren mit 5–10 Mitosen/10 HPF haben ein unklares malignes Potenzial, während Tumoren mit > 10 Mitosen/10 HPF klar als maligne anzusehen sind. Typischerweise weisen Leiomyosarkome solitäre intramurale Tumoren mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 8 cm auf. Nekrotische Areale und Gefäßeinbrüche sind häufig. Zur Diagnose eines Leiomyosarkoms werden die Kriterien Mitoseindex, Grad der zellulären Atypie und Vorhandensein von Koagulationsnekrosen herangezogen (Stanford-Kriterien).
Endometriale Stromatumoren: Sie leiten sich von den Stromazellen des Endometriums ab. Benigne Stromaknoten wachsen nicht-infiltrierend, während die malignen „low grade“ endometrialen Stromasarkome (ESS) und undifferenzierten endometrialen Sarkome (früher High-Grade-ESS) infiltrierende Tumorränder aufweisen. Beide Subtypen werden durch das Ausmaß der zytologischen Atypien und nicht durch den Mitoseindex unterschieden. Zusätzlich tritt das ESS häufig disseminiert durch das Myometrium auf, während das undifferenzierte endometriale Sarkom wie die anderen Sarkome üblicherweise große Tumoren bildet.
Low-Grade-ESS exprimieren fast immer Östrogen- und Progesteronrezeptoren (Reich und Regauer, 2007; Reich et al., 2000) und sind indolente Tumoren mit der Neigung zu Rezidiven selbst nach Jahrzehnten. Endometriale Stromatumoren können selten in Endometrioseherden entstehen.
Undifferenzierte endometriale Sarkome exprimieren weder Östrogen- oder Progesteronrezeptoren und weisen eine schlechte Prognose auf.

