Ein mögliches Schema ist in der Tab. 8 dargestellt.
Nach fertilitätserhaltender Trachelektomie ist ein besonders sorgfältiges Vorgehen in der Nachsorge indiziert (Kolposkopie, Zytologie, evtl. Biopsie, Zervikalkanalkürettage). Die Nachsorge basiert hauptsächlich auf einer gezielten Anamnese, der gynäkologischen Palpationsuntersuchung und der Ultraschalluntersuchung beider Nieren. Nach Strahlentherapie sollte beim Vorliegen eines Ulkus auf eine Biopsie verzichtet werden, da durch sie eine Fistelbildung begünstigt werden würde.
Fistelbildungen nach Radiotherapie bzw. bei Tumorprogression sollten frühzeitig mittels Nephrostomie bzw. Kolostomie palliativ versorgt werden. Bei postoperativem/postradiogenem oder rezidivbedingtem Harnstau sind eine retrograde Schienung des Ureters durch den Urologen bzw. u. U. sekundär das Anlegen eines Nephrostomas zum Erhalt der Nierenfunktion indiziert. Lymphdrainagen sollten nur bei Patientinnen mit Tumorfreiheit im kleinen Becken erfolgen.


