Die Häufigkeit des Zervixkarzinoms beträgt ca. 11/100.000 Frauen/Jahr. Das typische Alter bei Diagnosestellung liegt um das 35.–40. Lebensjahr, der 2. Gipfel zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr.
Voraussetzung für die Entstehung eines Zervixkarzinoms ist eine chronische Infektion mit Hochrisiko-Typen des HP-Virus (Human Papilloma Virus). Das Zervixkarzinom entsteht via seinen obligaten Vorstufen. Der Häufigkeitsgipfel der HPV-Infektion liegt zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr. Zirka 80 % aller Frauen weisen im Lauf ihres Lebens eine HPV-Infektion auf, die in ca. 75 % subklinisch verläuft. Bei über 80 % aller HPV-Infizierten ist diese Infektion nach 12 Monaten molekularbiologisch nicht mehr nachweisbar (hohe „Clearance“). Eine persistierende HR-HPV-Infektion stellt bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr einen wesentlichen Risikofaktor für die Entstehung des Zervixkarzinoms dar (HPV 16 v. a. beim Plattenepithelkarzinom, HPV 18 v. a. beim Adenokarzinom). Von der Primärinfektion bis zur Entwicklung eines invasiven Karzinoms vergehen im Mittel mindestens 10 Jahre. Weitere Risikofaktoren für das Zervixkarzinom sind u. a. HIV-Infektion, Immunsuppression und Nikotinabusus.

