Das Vaginalkarzinom wird in den ersten 3 Jahren in 3-monatigen Abständen nachuntersucht, wobei hier im Vordergrund die klinische Inspektion und Tastuntersuchung stehen. Nach primärer Strahlentherapie ist die Zytologie von eingeschränkter Beurteilbarkeit, da die Strahlenveränderungen oft einen falsch-positiven Abstrich ergeben. Die nach Strahlentherapie mit hohen Dosen häufig auftretende Verengung oder Obliteration der Scheide erschwert die Beurteilbarkeit: Tastbefunde sollten immer auch von rektal erfolgen, ein transrektaler US kann sinnvoll sein. Ab dem 4. Jahr erfolgt die Nachsorge in 6-monatigen Abständen und ab dem 5. Jahr dann in jährlichen Abständen. Das Vaginalkazinom rezidiviert bevorzugt lokal, kann aber auch Fernmetastasen in Lunge, Leber, Knochen und den regionalen Lymphknoten verursachen, wobei das Abflussgebiet im äußeren Drittel der Vagina dem der Vulva entspricht und über die Leistenlymphknoten erfolgt, der andere Teil der Vagina wird wie die Zervix über die Beckenlymphknoten drainiert.
In der Nachsorge sind zur gynäkologischen klinischen Untersuchung keine routinemäßigen sonstigen bildgebenden Verfahren durchzuführen, ausgenommen beim klinischen Verdacht auf ein Rezidiv. In dieser Situation sind vor allem die Zystoskopie, Rektoskopie, CT-Untersuchung und MRT-Untersuchung des kleinen Beckens und Abdomens durchzuführen.

